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KI-gestützte Lernsimulatoren: Gespräch mit LiveCase-Mitgründer Antoine Duvauchelle über die Zukunft der Bildung


In der heutigen Welt der Unternehmensausbildung und beruflichen Weiterbildung erwarten Lernende mehr als statische Materialien. Sie wünschen sich interaktive, multimediale Erlebnisse, die die Komplexität der realen Welt widerspiegeln. LiveCase, eine KI-gestützte Simulationsplattform, wurde genau zu diesem Zweck entwickelt.
Wir haben uns mit Antoine Duvauchelle, Mitgründer von LiveCase, zusammengesetzt, um über die Ursprünge der Plattform, ihre Funktionsweise und die Frage zu sprechen, warum sie Klassenzimmer und Unternehmensprogramme neu gestaltet.
F: Antoine, können Sie sich und LiveCase kurz vorstellen?
Antoine: Mein Name ist Antoine Duvauchelle. Ich bin halb Franzose, halb Amerikaner und Mitgründer von LiveCase.
Das Ziel von LiveCase ist einfach: eine Lehrmethodik und eine digitale Plattform bereitzustellen, in der Lernende in simulierte Szenarien eintauchen. Sie interagieren mit virtuellen Charakteren, treffen wirkungsvolle Entscheidungen und erleben, wie diese Entscheidungen die Handlung beeinflussen.
Es handelt sich um einen KI-gestützten Chat-Simulator mit Dashboards für Professoren, HR- oder L&D-Teams, um Interaktionen zu verfolgen, Fortschritte zu überprüfen und Debriefs durchzuführen.
F: Was unterscheidet LiveCase konkret von anderen Lehrwerkzeugen?
Antoine: LiveCase vereint das Beste aus zwei Welten. Auf der einen Seite gibt es Fallstudien – bewährt, aber oft statisch. Auf der anderen Seite stehen Simulationen – immersiv, aber teuer und aufwendig zu erstellen.
LiveCase überbrückt diese Lücke. Es ist eine No-Code-Autorplattform mit umfassenden Anpassungsmöglichkeiten. Jeder kann in wenigen Minuten einen Fall erstellen, und wer Unterstützung benötigt, kann auf unsere Studio-Services zurückgreifen, die Fälle mitverfassen oder vollständig übernehmen. Das Ergebnis ist dynamisch und flexibel, zugleich aber einfach in der Handhabung.
F: Warum haben Sie sich entschieden, LiveCase zu entwickeln?
Antoine: Wir sind selbst Lehrende und unterrichten in Klassenzimmern und Business Schools. Wir standen vor einem Dilemma: Simulationen waren wirkungsvoll, aber selten und kostspielig, während Fallstudien inhaltlich reichhaltig, in der heutigen multimedialen Lernumgebung jedoch manchmal wenig dynamisch waren.
Also haben wir LiveCase zunächst für unsere eigenen Klassen entwickelt. Mit der Zeit erkannten wir, dass viele andere Lehrende ebenfalls ein solches Werkzeug benötigen – eines, mit dem sie eigene LiveCases erstellen, kaufen oder sogar veröffentlichen können.
F: Wie funktioniert das in der Praxis?
Antoine: Einen LiveCase zu hosten ist so einfach wie das Starten einer Zoom-Sitzung. Lernende melden sich über jeden Browser oder jedes Gerät an – keine Installation erforderlich. Die Fälle sind in Staffeln und Episoden gegliedert. Als Moderator können Sie Episoden einzeln freischalten, in Gruppen veröffentlichen oder Lernenden ermöglichen, die gesamte Serie auf einmal durchzuarbeiten.
Die Plattform erfasst alles. Sie können Abschlussquoten einsehen, Entscheidungsverteilungen beobachten, Antwortzeiten prüfen und Debriefs auf der Grundlage echter Lernendendaten vorbereiten. Das macht das Unterrichten gezielter und deutlich weniger stressig.
F: In welchen Kontexten und Programmen wird LiveCase eingesetzt?
Antoine: Es ist sehr vielseitig. Wir haben es in MBA- und Executive-MBA-Programmen, in Führungskräfteprogrammen für Senior Leader sowie in der betrieblichen Weiterbildung gesehen. Über die Wirtschaft hinaus wurde es auch in Jura, Medizin und Ethik eingesetzt.
Manche LiveCases sind für Einzellernende konzipiert, andere für Teams. In den Teamversionen erhalten Lernende unterschiedliche Rollen und Informationsströme, sodass sie zusammenarbeiten und das Puzzle gemeinsam zusammensetzen müssen. Fälle können kurz sein – 30 Minuten oder weniger – oder sich über mehrere Tage oder Wochen erstrecken.
F: Welche Unterstützung bietet LiveCase für Lehrende?
Antoine: Jeder LiveCase wird mit Lehrerhinweisen geliefert. Als Lehrende würde ich selbst keinen Fall ohne diese Orientierungshilfe durchführen wollen. Die Lehrerhinweise umfassen Lernziele, Frameworks, Musterlösungen, Moderationstipps und sogar typische Fallen, in die Lernende tappen könnten.
Einige Fälle kombinieren die digitale Plattform auch mit Live-Rollenspielen. So können Lernende nicht nur analytisches Denken üben, sondern auch Verhaltenskompetenzen wie Verhandlungsführung oder Kommunikation trainieren. Das ist eine sehr effektive Kombination.
F: Wie einfach ist es für Lehrende, eigene Fälle zu erstellen?
Antoine: Sehr einfach. Es ist ein No-Code-Tool. Man klickt einfach auf „Fall erstellen", fügt Charaktere hinzu, baut Dialogblasen auf – und schon kann es losgehen. In wenigen Minuten lässt sich ein durchaus komplexes Szenario zusammenstellen.
Wenn ein Tippfehler auffällt, wird er sofort korrigiert – kein Programmierer nötig. Namen, Persönlichkeiten oder sogar neue Charaktere können jederzeit angepasst werden. Und wer zusätzliche Unterstützung wünscht, kann mit unserem Studio-Services-Team zusammenarbeiten.
F: Welche Analysen und Erkenntnisse können Lehrende aus der Plattform gewinnen?
Antoine: Die Dashboards sind sehr leistungsstark. Man kann sehen, wer welche Episoden abgeschlossen hat, wie viele Lernende sich für welche Option entschieden haben und wie lange sie für ihre Entscheidung gebraucht haben.
Freitextantworten, Rankingfragen, Multiple-Choice-Antworten und sogar zeitgesteuerte Entscheidungen können ausgewertet werden. Diese Informationen lassen sich direkt im Debrief nutzen – um Lernende anzusprechen, Diskussionen anzuregen oder Missverständnisse zu identifizieren.
F: Gibt es bei LiveCase auch einen Community-Aspekt?
Antoine: Ja. Wir haben eine wachsende Bibliothek von LiveCases, die von uns, akademischen Institutionen und Unternehmenspartnern erstellt wurden. Lehrende können ihre Fälle auf unserer Plattform oder über externe Distributoren wie Harvard Business Impact, The Case Centre oder Ivey Publishing veröffentlichen.
Das bedeutet Anerkennung für ihre Arbeit, Möglichkeiten zur Umsatzgenerierung und die Chance, zur Weiterentwicklung von Lehrmethoden beizutragen.
F: Was ist das übergeordnete Ziel hinter LiveCase?
Antoine: Unser Ziel ist es, das Lehren einfacher und das Lernen ansprechender zu gestalten. Lehrende sollten sich auf die Entwicklung der Lernenden konzentrieren – nicht auf technische Einrichtung. Lernende sollen sich eingetaucht, herausgefordert und motiviert fühlen.
Bei LiveCase geht es darum, das Beste aus Fallstudien und Simulationen zu vereinen, es zugänglich zu machen und Lehrenden sowie Organisationen dabei zu helfen, Lernen zum Leben zu erwecken.
Abschließende Gedanken
Antoine: LiveCase wurde von Lehrenden für Lehrende entwickelt. Es befähigt Professoren, Moderatoren und Trainer, immersives, flexibles und interaktives Lernen ohne technische Hürden anzubieten. Ob in der Betriebswirtschaft, im Recht, in der Medizin oder in der betrieblichen Weiterbildung – LiveCase beweist, dass Lernende Fälle nicht nur studieren müssen, sie müssen sie leben.
LiveCase: Lernen, das lebendig ist.
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Wandeln Sie statisches Lernen inimmersive KI-Simulationen um.
Wenn Studierende PDFs überspringen und sich nicht engagieren, verwandelt LiveCase das Lernen in eine Abfolge von Entscheidungen, Konsequenzen und aktiver Beteiligung.
Vertraut von weltweit führenden Pädagogen und Unternehmen
Autor
Author: Denis Duvauchelle
Co-Founder & CEO
Elevate your AI skills for better learning 🌟 | AI Developer & Education Innovator | 50K + Executives / HigherEd success stories. He specializes in both research and implementation, and is dedicated to creating the best possible experience for educational simulations, both in terms of design and usage. With a focus on driving engagement and learning outcomes, Denis is committed to delivering innovative and impactful solutions for his clients.
Veröffentlicht am: 23.7.2026







